Der vergessene aktive Schallschutz
Fluglärm über Nauheim und Königstädten

Lärmschutzbereiche um Deutsche Flughäfen sind gesetzlich geregelt.


1. Anweisung des Bundes zu Lärmschutzbereichen:

Das Bundesgesetz zum Schutz gegen Fluglärm schreibt mit § 4 (2) den Bundesländern das Einrichten von Lärmschutzbereichen an deren Flugplätzen vor, unter anderem

Zitat: … Karten und Pläne, die Bestandteil der Rechtsverordnung sind, können dadurch verkündet werden, dass sie bei einer Amtsstelle zu jedermanns Einsicht archivmäßig gesichert niedergelegt werden.“

Siehe:

https://www.gesetze-im-internet.de/flul_rmg/BJNR002820971.html


2. Verordnung des Landes Hessen zum Lärmschutzbereich:

Das Hessische Kabinett setzte vorgenannte Anweisung des Bundes durch Festsetzung der Verordnung über den Lärmschutzbereich im September 2011 um.

Die Lärmschutzbereiche bestehen aus den Tagschutzzonen 1 und 2 sowie der Nachtschutzzone mit drei Flugausgängen nach Süden, abseits von Siedlungsschwerpunkten.

Siehe:  

https://wirtschaft.hessen.de/verkehr/luftverkehr/fluglaermschutz/laermschutzbereich-flughafen-frankfurt


3. Siedlungsbeschränkungsgebiet, Regionalplan Südhessen 2010:

Das zurzeit geltende Siedlungsbeschränkungsgebiet ist gekennzeichnet durch eine nach Westen ausgerichtete zusätzliche Nase, wie sie im Jahr 2011 mit der Lärmnase eines Route 5-Südumfliegungs-Flugverfahrens zur Deckung gebracht werden konnte:



Im Jahr 2013 beobachtete Flugbewegungen (potentielle Flugversuche) über Anrainer können ebenfalls hinreichend genau mit der Nase des Siedlungsbeschränkungsgebietes zur Deckung gebracht werden,

Link:

Fraport bangt um Lärmobergrenzen

 

Stand: November 2017