Der vergessene aktive Schallschutz
Fluglärm über Nauheim und Königstädten

Landkreis Groß-Gerau und  der Schutz gegen Fluglärm am Flughafen


Der Landkreis Groß-Gerau (GG) liegt im Süden des Frankfurter Flughafens. Ein Teil des Flughafens befindet sich mit der Startbahn 18-West auf diesem Gebiet. Das hat zur Folge, dass bei der dominanten Betriebsrichtung-25 (Westlage) alle Abflüge zunächst einmal über den Landkreis GG führen.

In 1950er Jahren drehten Jets nach den Starts frühzeitig ab und lärmten bei Westlage breitgefächert über die Anrainer Raunheim, Rüsselsheim, Königstädten, Nauheim, Büttelborn, GG und Möhrfelden-Walldorf. Mit zunehmendem Flugverkehr nahm sich die Bundespolitik frühzeitig dieses Problems für Hochbetroffene an und verpflichtete mit dem „Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm an Flughäfen“ die Länder zur „Festsetzung von Lärmschutzbereichen“ um deren Flughäfen.

Als dieses Gesetz am 30. März 1971 in Kraft trat, hatte der Hessische Wirtschaftsminister am Frankfurter Flughafen bereits Karten mit gebündelten Abflugrouten verbindlich angewiesen. Seitdem besteht „aktiver Lärmschutz“ im Landkreis GG, d.h. keine direkten Überflüge von bebauten Gebieten vorgenannter Anrainer.

Nun soll Nauheim aus dieser Solidargemeinschaft des Landkreises ausgeschlossen werden. Mit Befremden protestieren Hochbetroffene seit Jahren, dass der aktive Schallschutz unterlaufen und nur der passive Schallschutz verfolgt wird.

Ständig sich wiederholendes Kritisieren von Missständen zur Fluglärmproblematik und Einschmeicheln in die öffentliche Meinung per Pressemitteilungen von/durch Behörden unterschiedlicher Ebenen werden nach 6 Jahren Südumfliegung als unglaubwürdig und doppelzüngig wahrgenommen… wo blieben/bleiben sichtbare Gegenmaßnahmen?

Weitere Einzelheiten siehe Button „Schriftverkehr mit dem Landrat“.